Robert Lein über die Welt, die uns umgibt...
  Startseite
    + Allgemein
    + Filme
    + Poetry
    + Mahnmal
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 
Links
   Leininismus
   Wikipedia
   Indymedia
   Robert Lein

http://myblog.de/robertolomeus

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Willkommen!

Angekettet an die Idee des Leininismus wurde dieser Weblog auf die unübersichtliche Welt des Internet's losgelassen, um auch bald auf deinem Bildschirm zu wuchern.

Ein Blog, in dem die Kunst provoziert, in dem informiert wird über das leininistische Schaffen.

Ein Blog, in dem sich eingemischt werden soll, in dem deine Kritik, deine Wut und deine Freude unzensiert veröffentlicht wird.

Ein Blog, der unter vielen die Welt verändern oder verbessern kann.

Viel Freude.

12.11.06 00:26


Abschied

Wie Vögel in den Süden,
so muss auch das Alte ziehen.
Menschen, Träume, Orte.
Und Angst vor dem Verlust
macht sich breit.
Ist es für immer?
Drückt auf das Herz,
was spüren lässt:
Scheiden tut weh.
Doch sollten wir wissen:
Ein Vogel kehrt zurück.
Jedoch verändert,
weil er den Süden sah.
 
 
Copyright © 2006 Robert Lein
14.11.06 00:02


Erinnerungen


Zurück an alten Orten.
Erinnerungen blicken hervor,
wie die Sonne durch das Nadeldickicht.
War es hier?

Ein Specht klopft,
als säße er an selber Stelle
und flog nie weg.
Grüßt mich, wie einen Freund.

Der kleine Hügel lädt ein,
ihn zu benutzen,
um zu sehen.
Glück aus Kindheitstagen.

Hinübergestiegen klingt es süß,
das Rauschen des Baches.
Wie ein Buch,
mit Geschichten der Zeit.

Noch da, die Brücke,
zum Überqueren
der ersten Hürden.
Trug meine kleinen Füße.

Die Straße naht, Häuser, Menschen.
Erinnerungen blicken hervor,
wie das Mädchen am Fenster.
Hier gewann ich, hier begann ich.

 

Copyright © 2006 Robert Lein

14.11.06 00:12


Haarwurzel

Der Grundstock für des Menschen Mähne,
ist die Wurzel von der Strähne.
Ohne ist das Leben schwer.
Tief verankert, fast am Hirne,
vom Nacken vor, bis an die Stirne,
treibt sie Haare vor sich her.

Doch, trotz schöpferischem Wert,
wird die Wurzel nicht verehrt.
Ein Irrtum sondergleichen.
Wenn die Haarpracht dann vergeht,
merkt der Mensch es viel zu spät.
Die Spitze wird nicht reichen.

Darum ist frisieren richtig,
für die Haare lebenswichtig.
Vom Friseure arrangiert.
Einem, der es nie vergisst,
dass die Wurzel heilig ist,
und sein Handwerk zelebriert.

Hat man diesen nun entdeckt,
ist der Wurzelschutz perfekt.
Das Haar wird länger gleiten.
So sieht es schier lebendig aus,
entsprungen aus dem Kopf heraus.
Jedoch nicht Ewigkeiten.


Copyright © 2005 Robert Lein

14.11.06 11:32


Der Baum

 

Im Frühjahr steht er scheinbar neu,
am alten Platz im Schrebergarten.
Zarte Blüten duften so lieblich, erfreuen die Herzen.
Vergessen, die winterlichen Schmerzen,
es lohnt das Warten.

Im Sommer spenden seine Äste,
dem Wandersmann ein Schattenreich.
Süße Früchte erfrischen sie, unsere Gedanken.
Umgangen, die anfänglichen Schranken,
die Seele wird weich.

Im Herbst verfärbt sich sein Gemüt,
wirkt schadenfroh im Grau der Welt.
Bunte Blätter schweben zu Füßen, bescheren die Wende.
Verstanden, den einen Sinn vom Ende,
doch ein Abschied missfällt.

Im Winter steht er wieder kahl,
im Schrebergarten still und blind.
Braune Rinde schützt den Kern, hilft ihm zu verweilen.
Gefühlt, dass wir ein Schicksal teilen,
weil uns're Wege irden sind.

 

Copyright © 2006 Robert Lein

15.11.06 00:11


Sommerregen

 

Ein Sommerregen deckt mich ein,
am Morgen, klart die Bilder auf.
Berufsverkehr dröhnt durch die Stadt!
Die letzte Nacht erschwert den Lauf,
in ihr floss viel blutroter Wein.

Hinein, in übervolle Gassen,
darin sind wir nur jetzt vereint.
Müde Gestalten mit ungleichen Zielen!
Der Regen ist der erste Feind,
ergreift, voll Unschuld, alle Klassen.

Müdigkeit besiegt mein Treiben,
am nassen, neuen Tagbeginn.
Aufhören, wenn es am schönsten ist!
Erkenne jetzt den wahren Sinn,
der Medaille, sie wird bleiben.

Letzte Schritte führen mich,
in die Oase meiner Welt.
Tropfen zerspringen auf aschfahler Haut.
Ich war ein Mann, vielleicht auch Held,
der Dunkelheit und nur für dich.

 

Copyright © 2006 Robert Lein

15.11.06 00:34


Menschenjunges

 

Es liegt verträumt in meinem Schoß,
die Äuglein blicken auf die Meinen.
Lass' seinen Blick auf mich nicht los,
dann erklingt ein leises Weinen.

Meine Hand sinkt zu ihm nieder,
berührt sein Haupt mit Zärtlichkeit.
Es senken sich die kleinen Lider,
und machen sich zum Schlaf bereit.

Seine Züge werden weich,
in ihnen kann ich Frieden lesen.
Fühle mich unendlich reich,
mit diesem wundervollen Wesen.

Nun ist es fort, in fernen Sphären,
wurde in sein Bett gelegt.
Werd' ihm nie den Schoß verwähren,
weil mein Herz für seines schlägt.

 

Copyright © 2005 Robert Lein

15.11.06 00:45


Ego sum, qui sum

 

Ich bin,
wie ein Stern
in endlosen Weiten.
Entdeckte mich.

Auch bin ich,
wie ein Farbenspiel
in der Nacht.
Erkannte mich.

Und,
wie eine Blume
vor dem Frost.
Bewahrte mich.

Ich bin,
der ich bin
in allen Zeiten.
Vertraue in mich.

 

Copyright © 2006 Robert Lein

15.11.06 19:45


Gefällt die Welt?

 

Es gab mal Zeiten auf der Welt,
da hatte Herz mehr Wert als Geld
und Menschen hielten sich die Hände
und akzeptierten auch mal Fremde,
weil sie einander gerne mochten
und nicht ihr Süppchen einsam kochten.

Natürlich herrschten auch Tyrannen
mit ihren bitterbösen Mannen.
Doch das Volk in diesen Ländern
konnte dies gemeinsam ändern,
indem sie revolutionierten
und in das Machtzentrum marschierten.

Heute herrscht das Kapital,
so stark und fest wie Hüttenstahl,
mit seinen Truppen hintendran
von Siemens bis zu Mannesmann
und befehligt in der Nacht,
wie sich die Welt zu drehen hat.

Und wir Menschen mittendrin
konsumieren ohne Sinn
und helfen so den Mächtigen,
in ihrem Geld zu nächtigen.
Obwohl wir immer laut erzählen,
dass wir niemals die Falschen wählen.

Doch gehen wir damit konform,
mit dieser Ordnung, dieser Norm?
Sollen wir es tolerieren,
dass Kinder hungern oder frieren?
Nahrung gibt es hier genug,
jedoch sieht keiner den Betrug.

So kämpft mit Herz und mit den Sinnen,
eine Welt ist zu gewinnen,
in der kein Mensch mehr Leid verspürt
und keine Kehle mehr verschnürt,
durch Angst und Durst und andre Dinge.
Holt die Erde aus der Schlinge!

 

Copyright © 2005 Robert Lein

15.11.06 19:59


Der Pfad

 

Der Weg ist unter meinen Füßen,
bedeckt vom Nebel aus der Ferne.
Das graue Himmelszelt will grüßen,
bestärkt durch unsichtbare Sterne.
Vor mir die Ewigkeit versteckt,
des Himmel's Gruß noch nicht entdeckt.

Am Rande auf dem brachen Feld,
steht still die Schwärze in den Bäumen.
Zeigt mir die Schönheit dieser Welt,
doch will ich nur vom Feuer träumen.
Die eisige Vollkommenheit,
lässt mich nicht fliehen vor der Zeit.

Rauer Wind drängt mich zum Spüren,
wie zerbrechlich ich doch bin.
Verschließe meines Geistes Türen,
doch ist sein Atem schneller drin.
Der letzte Vogel schwebt daher,
sein freier Flügelschlag geht schwer.

Nun kommt er durch das Wolkenband,
der Mond, hervor voll Zuversicht.
Erhellt den Weg aus seinem Stand,
mir, leuchtend stark, mit Sonnenlicht.
Dunkelheit in meinem Herz,
blickt starr und furchtsam himmelwärts.

Kälte dringt durch alle Poren,
bis zum Grunde meiner Mitte.
Hat sich in mir neu geboren,
läuft die alten, kühlen Schritte.
Gewöhnen ist die Bahn des Lebens,
den Meilenstein such' ich vergebens.

Sichtbar jetzt des Weges Ende,
mein Gruß gilt still dem Mond allein.
Rot gefärbt sind meine Hände,
doch, ich wärme sie daheim.
Der Felsenblock hat sich befreit,
und öffnet mir die neue Zeit.

 

Copyright © 2005 Robert Lein

15.11.06 22:04


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung